Arbeitsmethoden der internationalen Lärmforschung
- Erstellung von Lärm- und Lautstärkenprofilen. Es werden die Lautstärken, welche z.B. an einem Arbeitsplatz bestehen, frequenzspezifisch gemessen und dokumentiert.

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- Audiometriemessungen an Bevölkerungsgruppen vor und nach spezifischen Lautstärkenbelastungen

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- Befragungen von Bevölkerungsgruppen vor und nach spezifischen Lautstärkenbelastungen

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- Im Tierversuch werden mit Hilfe einer objektiven Meßmethode sowohl der Grad der biologischen Überforderung der Hörzellen frequenzspezifisch gemessen, als auch deren Regenerationsverhalten, und die zur Regeneration nötige Regenerationszeit untersucht. Die Meßmethode heißt: Distortion product otoacoustic emissions (DPOAEs). Auf deutsch: Messung der otoakustischen Emissionen (OAE).
Beschreibung des Messvorgangs: Aufgrund der biologischen Tatsache, daß jedes Schallereignis, welcher in das Hörorgan eindringt im Innenohr ein komplexes Flüssigkeitssystem in Bewegung versetzt, erzeugt jedes Schallereignis am Innenohr selbst einen Ton. Diesen hören wir selbst nicht, er kann aber mit Hilfe eines Mikrophons hörbar gemacht und aufgezeichnet werden. Das für diese Untersuchungen am meisten eingesetzte Versuchstier ist das Meerschweinchen

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Über einen Lautsprecher werden Testtöne (die gleichen wie bei der Audiometrie) in das Hörorgan hineingeschallt. Über ein Mikrophon werden die durch den Testton im Innenohr erzeugten Töne (=die otoakustischen Emissionen) aufgefangen und aufgezeichnet.

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Die Messergebnisse
das gesunde Ohr zeigt ein frequenzspezifisches Lautstärkenmuster der OAEs vor der Lärmbelastung
das Lautstärkenmuster der OAEs verändert sich nach der Lärmbelastung
im Verhalten der Lautstärkenmuster der OAEs, beobachtet über einen Zeitraum von Tagen, Wochen und Monaten zeigt sich ein Regenerationsverhalten der Hörzellen, welches den Regenerationszeiten von Nervenzellen entspricht, und welches von der Stärke (dB), der Frequenz (Hz) und der Dauer des jeweiligen Schallereignisses abhängt.
Zusammenfassung:
das was jeder von uns erlebt, nämlich daß sich sein Hörorgan nach einem Schallereignis wieder erholen kann ist im Tierversuch wissenschaftlich bestätigt.
Der Grad der Überforderung eines Hörorgans und seine Regenerationsfähigkeit hängt von der Stärke und Dauer der Schallereignisse ab, welches in das Hörorgan eindringt.
Auch Hörzellen können, wie alle anderen Zellen gänzlich überfordert werden. Dazu sind allerdings extrem hohe Schallpegel und oder lange Schalleinwirkungszeiten nötig.