Die Knochenleitung

Nachdem die Messung der Luftleitung abgeschlossen ist, wird mit einem Spezialkopfhörer die Knochenleitung gemessen.

Der Kopfhörer zur Messung der Knochenleitung besteht aus einer Metallkugel, welche hinter der Ohrmuschel des geprüften Ohrs auf den sog. Warzenfortsatz (Mastoid) aufgesetzt wird.

Beim Testvorgang gibt die Metallkugel den Testton als Vibration an den Schädelknochen weiter.

Die Knochenleitung prüft die Schallleitung und Schallwahrnehmung, welche über das Schallereignis begleitende Mitschwingen der Schädelknochen bis hin zu den Hörzellen läuft.

Im Audiogramm wird die Knochenleitung als schwarz gezeichnete, durchbrochene Linie dargestellt.

Bei einem gesunden Hörorgan verläuft die Knochenleitung knapp oberhalb der Luftleitung.

Bild 55

Audiometriebild gesunder Hörorgane

Die bei der Audiometrie verwendeten Testtöne haben zwei Eigenschaften

* sie haben 12 festgelegte Frequenzen (Tonhöhen)* sie können von ganz leise (-20 bis 0 dB) bis ganz laut (130 dB) in ihrer Lautstärke variiert werden