Die Notsignale der Hörzelle

Selbstverständlich löst aber auch bei den Hörzellen, wie bei jedem anderen Organsystem in unserem Körper, eine akute oder fortschreitende biologische Erschöpfung in dem Augenblick, in dem eine spezifische Schwelle erreicht bzw. überschritten wird, eine Kaskade von organspezifischen Warnsignalen aus, welche den jeweiligen Besitzer über diesen akuten oder zunehmenden Erschöpfungszustand informiert bzw. informieren will.

Bei den Hörzellen sind diese Warnzeichen

die zunehmende Empfindlichkeit gegenüber Hörarbeit, die Hyperakusis (=Hörempfindlichkeit)

die zunehmende Unfähigkeit, korrekt zu arbeiten, also korrekte Nervenimpulse zu produzieren, die Dysakusis (=Hörverzerrung)

die zunehmende Ermüdung (=zunehmende Schwerhörigkeit)

die Aussendung von Notsignalen, von Tinnitusgeräuschen

Das Tinnitusgeschehen ist biologisch gesehen, dem Schmerzgeschehen gleichzusetzen.

Aufgrund ihrer extremen Spezialisierung auf die Erzeugung von akustischen Signalen können die Hörzellen uns ihre biologische Überforderung, ihre biologische Not, nur über akustische Signale vermitteln.

Dann, wenn die Gesamtüberforderung des Innenohrs sehr akut oder stark ist und mit einer starken Schwellung des Innenohrs einhergeht, welche auf die das Innenohrorgan umhüllenden Zellstrukturen drückt, gesellen sich zu den akustischen Notsignalen der Hörzellen spürbare Schmerz- und Druckempfindungen welche in der Tiefe des Ohrs, um das Ohr herum oder im Gehörgang empfunden werden.

Beim Tinnitus können die überforderten Hörzellen die zellenergieverbrauchende (ATP-verbrauchende) Repolarisation, also die Wiederherstellung der Stille, nicht mehr erarbeiten.

Die Zelle verharrt in einem Zustand der Dauererregung, welche als Dauergeräusch (=Tinnitus) wahrgenommen wird.

Aufgrund Ihrer extremen Spezialisierung auf die Erzeugung von akustischen Informationen können die Hörzellen ihre biologische Überforderung, ihre biologische Not, nur als akustisch wahrnehmbare Störung (Tinnitus) vermitteln.

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Die Notsignale der Hörzelle

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Einzig und allein die Stille (das Nichthören müssen) verschafft den Hörzellen eine Ruhepause.

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Durch aktiven Gehörschutz schützen Sie Ihre Hörzellen vor unnötiger Arbeit und vorzeitiger Erschöpfung

Allein die Reduktion des in das Innenohr einwirkenden Schalldrucks um 10 dB bedeutet eine 20%ige Arbeitsentlastung des überforderten Innenohrs.