Das Hörorgan, die Hörschnecke (Cochlea)

Das Hörorgan befindet sich in der Schnecke (Cochlea) des Innenohrs

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Darstellung des Innenohrs ohne Gleichgewichtsorgan (nur der Hörschnecke)

Der „Kern“ des Hörorgans, das eigentliche Sinnesorgan, wird nach seinem Entdecker dem italienischen Anatom Corti, Cortiorgan genannt.

Es wird aus der Gesamtheit aller 25000 Hörzellen gebildet.

Es sitzt „auf dem Boden“ des Endolymphschlauches, der sog. Basilarmembran.

Der Endolymphschlauch, in dem es sich befindet, liegt zwischen den beiden Perilymphschläuchen der Hörschnecke, der Scala vestibuli und der Scala tympani. –

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Querschnitt durch die Hörschnecke

Die Schwingungen und Drücke (Kolbenbewegungen) des Steigbügels werden über das elastische ovale Fenster des Innenohrs direkt an den oben gelegenen Perilymphschlauches (Scala vestibuli) weitergegeben.

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Schall erzeugt im Innenohr Flüssigkeitswellen

Von dort werden die Schalldrücke und Schallfrequenzen über die Schneckenspitze (Helikotrema) zum unten gelegenen Perilymphschlauch (Scala tympani) weitergeleitet.

Dem in der Mitte gelegenen elastischen Endolymphschlauch (Scala media) und mit ihm der sich dort befindenden Basilarmembran mit dem darauf aufsitzenden Hörorgan (Cortiorgan) und mit ihm allen 25000 Sinneszellen werden so alle von außen auf das Ohr einwirkenden Schalldrücke und Frequenzen aufgezwungen.

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Bild 17: Der Steigbügel überträgt den Schalldruck über das ovale Fenster in das Innenohr

Bild 18: Queschnitt durch die Hörschnecke unter Schallbelastung

Die von den Kolbenbewegungen des Steigbügels ausgelösten Volumenverschiebungen in der Hörschnecke (Flüssigkeitswellen) erzeugen dabei im Endolymphschlauch und an der sich dort befindenden Basilarmembran eine sog. Wanderwelle.

Die Elastizität der Basilarmembran nimmt zur Schneckenspitze hin zu.

Von daher schwingt sie dort weiter aus als am Schneckeneingang. In der Hörschnecke sitzen die Hörzellen für die hohen Töne (Frequenzen) am Schneckeneingang und für die tiefen Töne an der Schneckenspitze.

Hohe Töne (Frequenzen) sind mit einem sehr schnellen Fibrieren (Frequenz) der Basilarmembran und mit einer geringeren Auslenkung (Amplitude) verbunden, tiefe Töne sind mit einem langsameren Fibrieren der Basilarmembran bei gleichzeitig großer Auslenkung verbunden.

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Schwingungsmuster der Basilarmembran (Wanderwelle) auf der die 25.000 Hörzellen (Cortiorgan) aufsitzen

Das Ganze ähnelt dem Verhalten von Saiteninstrumenten.

Für den Schutz des Hörorgans gegen Überlastungen und Schädigungen ist es aber absolut wichtig zu wissen, daß es allein vom Schalldruck und der Schallfrequenz, also von den Qualitäten der auf das Ohr eindringenden Lautstärke und deren Zeitdauer abhängt wie groß die mechanischen Belastungen sind, welche das Hörorgan ertragen muß.

Denn natürlich erzeugen hohe und langanhaltende Schalldrücke (Lautstärken) im gesamten Schwingsystem des Innenohrs enorme Druck-, Schwing- und Zerrbelastungen, denen die

hauchdünnen Lymphschläuche, die Basilarmembran und alle 25000 Hörzellen passiv ausgeliefert sind.

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Durch Gehörschutz (Ohrstöpsel) wird der Druck des Steigbügels reduziert. Dies bedeutet eine wesentliche Entlastung der Basilarmembran und des gesamten Innenohrorgans.