Lärmschwerhörigkeit, Tinnitus (=Ohrgeräusche), Hyperakusis (=Hörüberempfindlichkeit), Dysakusis (=Hörverzerrung), Druck im Ohr, Hörsturz, Schwindel und Morbus Menière sind ein globales Problem aber – langsam mehren sich die Antilärminitiativen

Die Problematik der lärm- und lautstärkenbedingten Innenohrüberforderungen betrifft inzwischen alle Menschen in allen Ländern dieser Erde, da die zivilisationsbedingte Zunahme der Alltagslautstärke ein globaler Prozess ist.

D.h. es wird nicht nur bald jeder 2. Deutsche sondern jeder 2. Mensch auf der Erde an einer manifesten Innenohrüberforderung leiden.

Daher hat die Weltgesundheitsbehörde (WHO) folgende Festellung getätigt:

Lärm in der Umwelt oder Gesellschaft beeinflußt Menschen ernsthaft. Die WHO-Richtlinien für die Hauptgesundheitsrisiken von Lärm sind:

  • Hörschaden, einschließlich Tinnitus (Innenohrüberforderung)
  • Schmerz- und Hörfähigkeitsermüdung, Gehördefekte (Innenohrüberforderung)
  • Schlafstörung
  • Erhöhte Produktion von Stresshormonen
  • Herzgefäßdefekte
  • Verminderung von Arbeits- und Schulleistungen
  • Sprechkommunikationsstörungen
  • Sozialverhaltensstörungen (Aggressivität, Protestbereitschaft)

(WHO, Regional Office of Europe: S. Scherfigsvej 2100. Copenhagen. Denmark,

TE: 45-39-171717, Fax: 45-39-171818, Internet: www.euro.who.inc)

>Die Europäische Union (EU) startete im Jahr 2003 ein umfangreiches Programm, in dem in 25 europäischen Ländern in Städten mit mehr als 250.000 Einwohnern Lärmstadtpläne erstellt werden. Auf diesen Lärmstadtplänen werden die Straßen und Wohnviertel entsprechend der dort gemessenen Lärm- und Geräuschpegel farbig markiert. Paris hat eine derartige Lärmkarte schon seit Mai 2003 im Internet und mehr als 150.000 Besucher haben sich diese Karte inzwischen persönlich im Rathaus von Paris angesehen.

http://www.cnn.com/2003/TECH/science/12/08/quiet.europe.ap/index.html

In New York läuft seit dem Frühjahr 2004 eine offizielle Kampagne gegen Lärm und Lautstärke. Als erste Maßnahme soll die Lautstärke von Klimaanlagen auf 45 dB beschränkt werden (www.msnbc.msn.com/id/5165070/?GT1=3584)