Tinnitus

In der öffentlichen Wahrnehmung dominiert Tinnitus über allen anderen Innenohrsymptomen.

Wohl deshalb, weil zahlenmäßig die meisten Menschen ihre persönliche Innenohrüberforderung zuallererst und am quälensten durch dieses Symptom erleben.

Nur dann wenn die Überforderung des Gleichgewichtsorgans und mit ihm die Symptome Schwindel (Vertigo/Morbus Menière) im Vordergrund stehen oder wenn eine Schwerhörigkeit schon sehr weit fortgeschritten ist relativiert sich der Tinnitus zu einem von mehreren Innenohrüberforderungssymptomen.

Bei der Mehrzahl aller Betroffenen aber wird der Tinnitus als besonders quälend und häufig als einziges Symptom ihrer Innenohrüberforderung erlebt.

Dies hat unglücklicherweise dazu geführt, daß Tinnitus oft überhaupt nicht als das verstanden wird was er biologisch tatsächlich ist: das Schmerzsignal der überforderten Hörzellen im Innenohr (www.dr-wilden.de).

Die Hörzellen sind so extrem auf ihre spezifische Aufgabe der akustischen Signalgebung spezialisiert, daß sie uns ihre zelluläre Überforderung nur als akustisches Signal übermitteln können.

So wie uns auch die Sehzellen ihre Überforderung durch optische Signale übermitteln, indem wir z.B. bei einem Schlag auf das Auge „Sternchen sehen“.

Da die Hörzellen als Nervenzellen eine ausgeprägt hohe individuelle Regenerationskraft besitzen, haben sie naturgemäß eine große Toleranz gegenüber biologischen Belastungen.

D.h. die Menschen belasten ihre Hörorgane über Jahre hinweg ohne sie zu bemerken.

Aber trotz aller Belastbarkeit hat jedes biologische System d.h. jede Zelle unseres Körpers eine Grenze der Belastbarkeit. (Siehe Notsignale der Hörzelle)

Ist diese erreicht, springt das zelluläre System der Notsignalerzeugung an, um auf diese Weise auf die vorliegende zelluläre Not hinzuweisen.

Genau dies geschieht beim Tinnitus.

Um dies für Sie anschaulich zu machen, genügt ein Blick auf Ihr persönliches Audiogramm (Hörkurve).