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Die Notsignale der Gleichgewichtszelle
Selbstverständlich löst auch bei den Gleichgewichtszellen, wie bei jedem anderen Organsystem, in unserem Körper eine
akute oder fortschreitende biologische Erschöpfung eine Kaskade von organspezifischen Warnsignalen aus, welche den
jeweiligen Besitzer über diesen akuten oder zunehmenden biologischen Erschöpfungszustand informiert bzw.
informieren will.
Bei den Gleichgewichtszellen sind diese Warnzeichen
eine akute oder zunehmende Gang- und Bewegungsunsicherheit
ein akuter oder zunehmender oder immer wiederkehrender Schwindel (Vertigo)
ein Dreh-/Brechschwindel (Morbus Menieré)
Aufgrund ihrer extremen Spezialisierung auf die Erzeugung von Gleichgewichtsinforma-tionen können die Gleichge-
wichtszellen uns ihre biologi-sche Überforderung, ihre biolo-gische Not, nur als Störung unseres Gleichgewichts-
empfindens vermitteln.
Bild 46
Die Notsignale Der Gleichgewichtszelle
Eine Ruhepause hat unser Gleichgewichtsorgan nur dann wenn wir selbst körperlich in Ruhe sind, wenn wir also
stillhalten (z.B. uns in Ruhe hinlegen und dabei den Kopf ruhig halten).
Da große Schalldrücke über den, dem Gleichgewichtsorgan und dem Hörorgan gemeinsamen Endolymphraum auch auf
das Gleichgewichtsorgan weitergeleitet werden, belasten große Lautstärken beide Organe gleichzeitig.
Dies machen sich die Popindustrie und die Konzertveranstalter und Diskothekenbetreiber zu Nutze, welche über massive
Lautstärken (insbesondere im Baßbereich) bei ihren Kunden Körpergefühle erzeugen und ihnen Schwindelgefühle
verursacht (sie in Trance versetzt).
Hat der jeweilige Besucher dann sein Innenohr so weit ausgepowert, daß ihm dieses seine Not anzeigt (
Schwerhörigkeit, Tinnitus/Ohrgeräusche, Hyperakusis/Hörüberempfindlichkeit/ Dysakusis/Hörverzerrung, Druck im Ohr,
Hörsturz, Schwindel und Morbus Menière) bleibt er dann allerdings mit seinem Zustand auf sich alleine gestellt.
Die aktive Vermeidung von Lautstärke ist ein effektiver Selbstschutz für das Gleichgewichtsorgan. Natürlich sollten auch
Vergnügungen, welche das Gleichgewichtsorgan direkt stimulieren (belasten) und welche wir z.B. von Jahrmärkten und
Vergnügungsparks her kennen vermieden werden.
Bild 47
Durch aktiven Gehörschutz schützen Sie auch das Gleichgewichtsorgan (Labyrinth) vor unsinningen Überlastungen
Zum Abschluß dieser Darstellungen sei erwähnt, daß neben den hier dargestellten zellulären Vorgängen beim Hören und
beim Erleben von Gleichgewicht noch viele andere zelluläre Vorgänge ablaufen (z.B. Ca+ Ein- und Ausstrom,
Freisetzung von molekularen Substanzen in der Zelle, usw.).
Sie alle aufzuführen würden den hier gesetzten Rahmen unnötigerweise sprengen.
Vor allem deshalb, weil sie am Endergebnis, daß das Hören und das Erleben von Gleichgewicht ein
energieverbrauchender zellulärer Arbeitsprozess ist, nichts ändern, da sie, wie alle anderen Zelltätigkeiten, ebenfalls
energie (ATP)verbrauchend sind. (www.dr-wilden.de)
www.dasgesundeohr.de
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