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Selektive Hyperakusis
Unter selektiver Hyperakusis versteht man, daß einzelne Frequenzabschnitte (Innenohrabschnitte)
besonders überfordert und daher besonders geräuschempfindlich sind.
Sie bemerken dies daran, daß Ihnen hohe Töne weh tun, Sie zusammenschrecken lassen.
Zum Beispiel das Klirren von Flaschen oder Geschirr, hohe Stimmlagen Ihrer Mitmenschen oder das
Piepsen an der Supermarktkasse und hohe Flötentöne.
In diesem Fall sind besonders Ihre Hörzellen, welche für die Wahrnehmung hoher Töne zuständig
sind und am Schneckeneingang sitzen, biologisch besonders überfordert.
Sind die Hörzellen für die tiefen Töne, welche in der Schneckenspitze sitzen, in einem
fortgeschrittenen Erschöpfungszustand, erleben Sie dies als eine Hörempfindlichkeit im
Tieftonbereich. Z.B. ist Ihnen dann das Brummen von Motoren oder die Bässe beim Musikhören
unangenehm.
Selektive Hochtonempfindlichkeit Selektive Tieftonempfindlichkeit
Bild 81
Zusammenfassung
Die Hyperakusis (Geräuschempfindlichkeit) ist ein Warnsignal der überforderten Hörzellen.
Der mit der sog. normalen Alltagslautstärke verbundene Dauerarbeitsstreß der Hörzellen treibt
diese aus der sog. abgestumpften Normalhörigkeit in die zunehmende biologische Erschöpfung, sie
werden empfindlich gegenüber weitere Belastungen (Geräusche, Lautstärke, Lärm).
Die biologisch einzig richtige Antwort darauf ist:
Sofortige Vermeidung von Lärm und Lautstärke und aktiver Schutz der Hör- und
Gleichgewichtsorgane gegenüber Alltagslautstärke mit Ohrstöpsel.
Bild 82
Da Hörzellen Nervenzellen sind und daher auf der einen Seite zwar sehr belastbar sein (= hohe
individuelle Regenerationsfähigkeit, siehe Seite...) haben sie aber auch im Falle der Überschreitung
der Belastungsgrenze eine entsprechend lange Regenerationszeit.
Von daher sollte der aktive Schutz gegen Lautstärke entsprechend lange, d.h. mindestens 3
Monate lang durchgeführt werden.
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