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Hyperacusis in der Audiometrie
Die Audiometrie bildet ganz exakt die biologische Qualität der Hör- und Gleichgewichtsorgane ab
(siehe dazu Audiometrie).
Ein absolut gesundes und hochwertiges Hör- und Gleichgewichtsorgan sieht so aus:
Bild 77
Audiometriebild eines 100%-tig gesunden und daher absolut hellhörigen Innenohrorgans
Aufgrund der allgemeinen, massiven zivilisatorischen Lautstärkenüberlastung des normalen Alltags
gibt es ein solches Hör- und Gleichgewichtsorgan allenfalls noch bei Kindern und sehr
zurückgezogen lebenden Naturvölkern.
Der mit unserer sog. Normalen Alltagslautstärke einhergehende Dauerarbeitsstreß unserer Ohren
führt dazu, daß der normalhörige, also scheinbar gesunde Erwachsene sich bezüglich seiner
Hörorgane in einer sog. Abgestumpften Normalhörigkeit befindet.
Diese Zone liegt in etwa zwischen 0 und 10 dB.
Dieser Zustand wird ganz allgemein und in der Regel auch ärztlicherseits als ein sehr guter
Zustand betrachtet.
Die bereits eingetretene Abnahme der biologischen Innenohrqualität um 20-30 dB wird von uns
nicht als störend oder gar als schlechtes Hören empfunden.
Im Gegenteil, dieser Zustand ist für uns alle der normale und gerade aufgrund seiner schon real
bestehenden Abgestumpftheit sogar angenehme Zustand denn dadurch macht uns der Lärm und
die Lautstärke (z.B. der ganz normale Stadtlärm) nichts mehr aus.
Wir bemerken die Lärmverschmutzung um uns herum nicht mehr und das ist uns sehr angenehm.
Beispiel:
Auf dem Bahnsteig fährt mit quitschenden Bremsen ein Intercity Zug ein.
Auf dem Bahnsteig stehen Erwachsene, Jugendliche und Kinder.
Während sich zumindest einige Kinder und Jugendliche spontan die Ohren zuhalten, verziehen die
Erwachsenen allenfalls ihr Gesicht, halten sich aber in der Regel die Ohren nicht zu.
Das kindliche Hörorgan ist hellhörig, die Kinder schützen es spontan.
Das erwachsene Hörorgan ist abgestumpft und seine Besitzer meinen irrtümlicherweise der Lärm
mache ihnen nichts aus.
Ein weiteres (zumindest theoretisches) Beispiel ist ein Indianer aus einem abgelegenen
Amazonasgebiet.
Aufgrund der dort herrschenden natürlichen Ruhe haben seine Hörorgane ihre hohe Sinnesqualität
(=biologische Qualität) behalten.
Sie sind unabgestumpft.
Mit solchen Hörorganen kommt er in irgendeine Großstadt.
In den ersten 6-8 Wochen wird er von dem ihn umgebenden allgemeinen Lärm/Lautstärke extrem
aufgeschreckt sein.
Nach 2 Monaten Leben in der Zivilisation ist er dem Lärm gegenüber schon wesentlich weniger
aufgeschreckt, er wird schon etwas gelassener durch den Straßenlärm laufen, denn inzwischen
sind seine vorher äußert guten, also hellhörigen Ohren durch den Dauerarbeitsstreß dem sie
inzwischen ausgesetzt sind etwas abgestumpft. Der Indianer ist „normalhörig“ geworden.
Seine Hörkurve liegt dann zwischen 0 und 10 dB.
Bild 78
Audiometriebild einer abgestumpften Normalhörigkeit
Die Hyperacusis, also das schmerzhaft „überempfindliche“ Hören tritt erst dann auf, wenn die
Hörzellen der Betroffenen durch den von der sog. Normalen Alltagslautstärke verursachten
Dauerarbeitsstreß aus der abgestumpften Normalhörigkeit in die weiter zunehmende biologische
Erschöpfung getrieben werden.
Dieser Zustand spiegelt sich in der Audiometrie (=Hörkurve) wieder.
Um eine weitere Überforderung zu vermeiden melden uns die durch die ständig ihnen
aufgezwungene Arbeit erschöpften und gereizten Zellen ihren Zustand in der Hoffnung, daß ihre
jeweiligen Besitzer sie verstehen und sich (und damit sie, die Hörzellen) vor Lautstärke schützen.
Eine oftmals leider trügerische Hoffnung.
Bild 79
Audiometriebild einer Hyperakusis
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